Quarzwerke investieren in neue Werkstraße
HASTRABAU soll bis Ende Februar für eine stabile Fahrbahn auf dem Gelände in Weferlingen sorgen
WEFERLINGEN. Die Quarzsandwerke investieren weiter in ihren Standort Weferlingen. Nachdem bis Ende vergangenen Jahres die neue Trockner- und die Magnetscheideanlage aufgebaut wurden, verlegt das Traditionsunternehmen nun seine fast einen Kilometer lange Werksstraße. Sofern die Witterung keinen Strich durch die Rechnung macht, sollen die Arbeiten bereits Ende Februar abgeschlossen sein.
Quarzsande, die unter anderem als größte Komponente für die Glasherstellung dienen, werden in Weferlingen seit 1925 abgebaut. Dabei sind die Ansprüche an die Rohstoffqualität in den vergangenen Jahren durch die mit der technischen Entwicklung entstandenen Industriezweige immer weiter gestiegen. Neue Kunden des Familienbetriebes sind unter anderem die Hersteller von Solarzellen, die Sande mit einem äußerst niedrigen Eisenwert verlangen.
Und weil auch in den Betrieben ihrer Kunden meist in mehreren Schichten gearbeitet wird, dauert jeder Werktag auf dem gigantischen Areal direkt an der Grenze zu Niedersachsen 16 Stunden. Bis in den späten Abend hinein rollen schwere Lastwagen über die werkseigenen Fahrbahnen, deren längster Abschnitt jetzt von der HASTRABAU abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet wird. Was der Auftraggeber für seine Investition von rund 235.000,00 Euro erwartet ist allerdings deutlich mehr, als man das für gewöhnlich von einem Tagebaugelände kennt: Sogar das Erdreich wird in einigen Bereichen bis zu 70 Zentimeter tief abgetragen, um einen stabilen und frostsicheren Unterbau zu gewährleisten. Damit schwere Lastwagen der neuen Fahrbahn möglichst nichts anhaben können, wird der Boden mit Zement verfestigt, bevor die insgesamt drei Asphaltschichten aufgebracht werden können. Selbst die einen Meter breiten Bankette werden aus Sicherheitsgründen tragfähig ausgebildet und die gesamte Beschilderung bis hin zum unbeschrankten Bahnübergang neu aufgebaut.
Ob der geplante Termin für die Fertigstellung einzuhalten ist, hängt maßgeblich von der Witterung ab. Durch den Wechsel von Frost und Tauwetter kann der Untergrund nämlich so stark aufweichen, dass der bis zu sechs Mann starke Trupp der HASTRABAU die Arbeiten vorrübergehend unterbrechen muss. Weder der Werksverkehr, noch die Gütertransporte über die Gleise der Lappwaldbahn dürfen jedoch davon beeinträchtigt werden.
